Samhold

Ein Jahreslauf war vergangen, seitdem die Likedeeler, angeführt von ihrem Hauptmann Apollonius von Gailingen, begonnen hatten, die neue Scholle, die sie Samhold nannten, zu besiedeln.
Samhold war schon einmal bewohnt gewesen. Ruinen aus vergangener Zeit zeugen davon. Alte Wasserräder und verfallene Bauernhöfe sind überall zu finden, jedoch kann keiner bezeugen, welches Volk hier einmal seine Heimat hatte.
Das Land hat sowohl ausgedehnte Wälder als auch weite Auen mit Strauchbewuchs, üppige Wiesen, die bis an die Ausläufer der Berge reichen, Bäche mit sauberem Wasser überall.

Im Osten grenzt Samhold im Vier Schollen Eck an die 11. Provinz, Rotsand und Terras Gunst. Zu Rotsand und Terras Gunst bestehen besondere Bande der Freundschaft, die sich aus den gemeinsamen Feldzügen und anderwärtigen Begegnungen und Aufgaben ergeben hatten

Im Süden ist sie begrenzt durch die Tara, ein Fluss einem Strom gleich, der das Befahren mit Schiffen von der Küste aus ermöglicht.

Im Süd – Westen liegt ein Stück Land, jetzt wieder von Bund verwaltet, doch bei Gründung der Scholle, das Winterlager der Söldner. Wenn dies auch nicht beabsichtigt war, so stand diese Nachtbarschaft als Symbol für die Wurzeln der Likedeeler.

Im Nord Westen von Samhold erstreckt sich der Ausläufer des Glimmersteingebirges, der bis in den Norden der Scholle Samhold verläuft.

Genau hier entstand die erste Siedlung: Felles.

In den ersten Monden lebten die Likedeeler und die neuen Siedler von dem, was der Wald und die Felder rund um die verlassenen Bauernhöfe ihnen gegeben hatten.
Das Zeltlager hatte sich langsam zu einem kleinen Zeltdorf entwickelt, in dessen Mittelpunkt ein großes Lagerfeuer immer wieder der Treffpunkt alle Siedler war.
Ein kleines Holzhaus mit Feuerstelle, Kochbereich und 4 Betten wurde noch vor dem ersten Winter errichtet und diente als Heilerstube. Darin war auch die Heilerin untergebracht. Es war eines der wenigen festen Häuser in der neuen Siedlung, die nun Felles genannt wurde. Mit dem Bau einer Postvogelei war auch bald begonnen worden.

Die Bauernfamilie brachte schon vor dem ersten Winter die Wintersaat in den Boden und es gab im Frühjahr schon die ersten Ernten einzubringen.
Im Blütenmond 17NDE zählte die Siedlung fast 100 Personen. Nun aber waren fast alle Zelte Holzhäusern gewichen.

Ein Verwaltungsgebäude, die gut besuchte Taverne, ein Mietstall, ein Kesselflicker und die Hütte der Wache bildeten das Zentrum. In der Mitte ein Brunnen, der wie früher das Lagerfeuer als Treffpunkt genutzt wurde.
Seit dem Sommer war die erste Heilerin mit ihren Lehrlingen und Helfern nun auch in ein neues, geräumigeres Heilerhaus umgezogen.
Östlich, südlich und westlich des Verwaltungsgebäudes fanden die weiteren Häuser der Handwerker mit ihren Familien ihren Platz.
In der Postvogelei bildet Apollonius, als 1. Märkischer Postvogelmeister, nun auch Lehrlinge aus ganz Mythodea in seinem Handwerk aus.

Mittlerweile war Felles durch den unermüdlichen Einsatz nicht nur der Likedeeler, sondern aller Einwohner von Samhold, zu einen richtigen kleinen Dorf geworden. So war die Zahl der Siedler nun auf über 200 angestiegen. Und es werden stetig mehr, denn man folgt dem Aufruf im Herold, sich in Samhold niederzulassen.

Apollonius von Gailingen ist als der Verwalter von Samhold in der Urkunde genannt. Aber es wären nicht die Likedeeler wenn nicht jeder von ihnen zu allem Rede und Antwort zu stehen in der Lage wäre, denn regiert wird die Scholle von allen Likedeelern gleichermaßen.
Das Wort eines jeden Likedeelers wiegt gleich.
Ein Motto, das die Gruppe als ehemalige Freibeuter aus der alten Welt aufrecht halten. Wer Siedler Samholds ist kann durch besonderen Einsatz und persönliche Eignung in den Kreis der Likedeeler erhoben werden.

Gastfreundschaft, Offenheit und Hilfsbereitschaft sind bei jedem Siedler dieser Scholle zu finden.

Wir sind Likedeeler,
Wir lösen Probleme!

Holzmond 18NDE